Eingewöhnungskonzept Kindergarten, für Kinder von 3 bis 6 Jahren

Das grundlegende Ziel der Eingewöhnung ist, in Kooperation mit den Eltern, eine Beziehung zwischen Kind und Erzieher entstehen zu lassen. Sie beinhaltet alle Schritte, die dem Kind und seiner Familie das Vertraut werden mit den Abläufen, Regeln und Ritualen ermöglichen. 

 

Pädagogische Zielsetzung:

  • Wir schaffen die Voraussetzungen, damit sich eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Kind, der Erzieherin und den Eltern entwickelt. Der Beginn unserer Erziehungspartnerschaft.
  • Wir nehmen das Kind mit seinen individuellen Empfinden, Erfahrungen und seiner Persönlichkeit in diesen neuen Lebensabschnitt auf und begleiten das Kind und die Eltern bei diesem Schritt.
  • Wir unterstützen die Eltern darin, gemeinsam einen guten Start zu ermöglichen, erste soziale Kontakte aufzubauen sowie Ängste und Unsicherheiten abzubauen.
  • Eltern lernen die Räumlichkeiten der Einrichtung kennen und erhalten Informationen über die pädagogische Arbeit, organisatorische Rahmenbedingungen und Abläufe im Alltag.
  • Das Kind lernt die Räume und den strukturierten Tagesablauf mit Regeln und Ritualen kennen.
  • Wir sprechen mit den Eltern und dem Kind über Ängste in Bezug auf die Ablösungsphase und entwickeln gemeinsam Bewältigungsstrategien.

 

Gestaltung des Eingewöhnungsprozesses

Mit der Kindergartenzeit beginnt für das Kind ein neuer Lebensabschnitt. Es muss sich in einem neuen Lebensbereich orientieren und ist meist zum ersten Mal, regelmäßig zeitlich begrenzt von seinen Bezugspersonen getrennt. Der Ablauf der Eingewöhnung in die jeweiligen Gruppen ist entscheidend für das Wohlbefinden und die weitere Entwicklung des Kindes sowie das Vertrauen der Eltern in die Kindertageseinrichtung. Sie beginnt mit dem Tag, am dem das Kind zum ersten Mal in die Einrichtung kommt.

Die Eingewöhnungsdauer ist sehr individuell und orientiert sich am Verhalten des Kindes. Meist beträgt sie zwischen einer und drei Wochen. Die Eingewöhnungsphase ist dann beendet, wenn das Kind eine Beziehung zur Erzieherin aufbauen konnte.

 

Das Konzept zur Eingewöhnung eines Kindes gibt allen Beteiligten, Sicherheit und Orientierung im Umgang miteinander. Es sind wichtige Voraussetzungen für diesen Entwicklungsprozess im Leben des Kindes.

 

 

Gestaltung der Eingewöhnungsphase:

 

Am ersten Tag kommt das Kind mit einem Elternteil in die Einrichtung. Nur ein Elternteil macht zusammen mit seinem Kind die Eingewöhnungsphase.  Gemeinsam mit der Erzieherin wird das Kind behutsam auf die Ablösung vorbereitet.

Vater oder Mutter begleiten ihr Kind kurz in die Gruppe. Der Ablauf der Trennungsphase wird gemeinsam mit dem Elternteil und der Erzieherin gestaltet. Diese Trennungsphasen werden stetig erweitert und orientieren sich an den Bedürfnissen es Kindes. Wenn sich Mutter oder Vater allzu aktiv ins Geschehen begeben, nehmen sie der Erzieherin die Chancen Kontakt zum Kind herzustellen.

 

Für die Kinder ist ein klares Abschiedsritual wichtig, z.B. kurzes winken an der Türe. Die symbolische Trennung erleichtert dem Kind die neue Situation anzunehmen.

 

Die Eingewöhnungsphase stellt das Kind vor vielen neuen Herausforderungen. Eine neue Umgebung, viele Kinder, andere Vertrauenspersonen, neue Räumlichkeiten und ein anderer Tagesablauf. All dies kann unter Umständen zu einer Überforderung führen, in der Anfangszeit kann es daher vorkommen, dass Eltern ihr Kind auch mal außerhalb der regulären  Öffnungszeiten abholen müssen.

 

 

Folgende Reaktionen sind denkbar:

  1. Das Kind protestiert bei der Trennung, beginnt zu weinen, will Mama oder Papa folgen und aufgenommen werden. Es ist auch möglich, dass das Kind zuerst kaum reagiert, aber nach einiger Zeit ohne ersichtlichen Grund anfängt zu weinen. Das Kind spielt nicht mehr, lässt sich auch nicht ansprechen und nicht berühren. Wenn es weint, lässt es sich durch die Erzieherin nicht trösten. Bei diesem Verhaltensmuster sollte Mama oder Papa noch etwas in der Einrichtung bleiben, damit sie jederzeit erreichbar sind.

 

  1.  Das Kind reagiert kaum auf den Abschied von Papa oder Mama, folgt der Erzieherin und spielt ohne seine Aktivitäten spürbar einzuschränken, weiter. Fängt das Kind doch an zu weinen, lässt es sich durch die Erzieherin schnell trösten. Bei dieser Reaktion des Kindes kann der Elternteil schneller die Einrichtung verlassen.    

 

Ihr Kind vertraut ihnen, und eine positive Einstellung von ihnen als Eltern wird die Eingewöhnung erleichtern.

 

 

Zusammenfassung:

Der Besuch der Kindertageseinrichtung wird kontinuierlich auf die Dauer der Buchungszeit verlängert. Die Bezugsperson ist jederzeit telefonisch erreichbar. Das Kind kann sich darauf verlassen, dass es zur vereinbarten Zeit abgeholt wird.

Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn das Kind Vertrauen zu einer Erzieherin gefasst hat und sich in seinem neuen Alltag wohl fühlt.

Für eine gelungene Eingewöhnung ist es unverzichtbar, getroffene Absprachen zwischen Eltern und Erziehern einzuhalten.

Das Aufnahmeverfahren wird nach pädagogischen Gesichtspunkten der jeweiligen Gruppensituation angepasst.