Eingewöhnungskonzept Kleinkindgruppe, für Kinder ab 18. Monate

Das grundlegende Ziel der Eingewöhnung ist, in Kooperation mit den Eltern, eine Beziehung zwischen Kind und Erzieher entstehen zu lassen. Sie beinhaltet alle Schritte, die dem Kind und seiner Familie das Vertraut werden mit den Abläufen, Regeln und Ritualen ermöglichen.  

 

 

Pädagogische Zielsetzung:

 

-       Wir schaffen die Voraussetzungen, damit sich eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Kind, der Erzieherin und den Eltern entwickelt. Der Beginn unserer Erziehungspartnerschaft.

 

-       Wir nehmen das Kind mit seinen individuellen Empfinden, Erfahrungen und seiner Persönlichkeit in diesen neuen Lebensabschnitt auf und begleiten das Kind und die Eltern bei diesem Schritt.

 

-       Wir unterstützen die Eltern darin, gemeinsam einen guten Start zu ermöglichen, erste soziale Kontakte aufzubauen sowie Ängste und Unsicherheiten abzubauen.

 

-       Eltern lernen die Räumlichkeiten der Einrichtung kennen und erhalten Informationen über die pädagogische Arbeit, organisatorische Rahmenbedingungen und Abläufe im Alltag.

 

-       Das Kind lernt die Räume und den strukturierten Tagesablauf mit Regeln und Ritualen kennen.

 

-       Wir sprechen mit den Eltern und dem Kind über Ängste in Bezug auf die Ablösungsphase und entwickeln gemeinsam Bewältigungsstrategien.

 

 

Gestaltung des Eingewöhnungsprozesses

 

Mit der Kindergartenzeit beginnt für das Kind ein neuer Lebensabschnitt. Es muss sich in einem neuen Lebensbereich orientieren und ist meist zum ersten Mal, regelmäßig zeitlich begrenzt von seinen Bezugspersonen getrennt. Der Ablauf der Eingewöhnung in die Gänseblümchengruppe ist entscheidend für das Wohlbefinden und die weitere Entwicklung des Kindes sowie das Vertrauen der Eltern in die Kindertageseinrichtung. Sie beginnt mit dem Tag, am dem das Kind zum ersten Mal in die Einrichtung kommt.

Das Konzept zur Eingewöhnung eines Kindes gibt allen Beteiligten, Sicherheit und Orientierung im Umgang miteinander. Es sind wichtige Voraussetzungen für diesen Entwicklungsprozess im Leben des Kindes.

 

Die Eingewöhnungsdauer ist sehr individuell. In der Regel dauert sie drei bis vier Wochen. Die Eingewöhnungsphase ist dann beendet, wenn das Kind eine Beziehung zur Erzieherin aufbauen konnte, und sich von ihr beispielsweise trösten lässt.

 

Gestaltung der Eingewöhnungsphase:

 

Am ersten Tag kommt das Kind mit einem Elternteil in die Einrichtung. Nur ein Elternteil macht zusammen mit seinem Kind die Eingewöhnungsphase.  Gemeinsam mit der Erzieherin wird das Kind langsam und behutsam auf die Ablösung vorbereitet.

Vater oder Mutter nehmen bei der Eingewöhnung eher die Beobachter-Rolle ein. Wenn Sie sich allzu aktiv ins Geschehen begeben, nehmen sie der Erzieherin die Chancen Kontakt zum Kind herzustellen.

Meist ab dem dritten Tag bleibt das Kind für einen begrenzten Zeitraum alleine im Gruppenraum. Am Anfang der Eingewöhnung ca. 20-30 Minuten. Die Mutter oder der Vater bleibt zu diesem Zeitpunkt noch in der Einrichtung. Bei uns steht ihnen ein Raum zur Verfügung wo sie z.B. etwas lesen können.

Der Ablauf der Trennungsphase wird gemeinsam mit dem Elternteil und der Erzieherin gestaltet. Diese Trennungsphasen werden stetig erweitert.

Für die Kinder ist ein klares Abschiedsritual wichtig, z.B. kurzes winken an der Türe. Die symbolische Trennung erleichtert dem Kind die neue Situation anzunehmen.

 

Die Eingewöhnungsphase stellt das Kind vor vielen neuen Herausforderungen. Eine neue Umgebung, viele Kinder, andere Vertrauenspersonen, neue Räumlichkeiten und ein anderer Tagesablauf. All dies kann unter Umständen zu einer Überforderung führen, in der Anfangszeit kann es daher vorkommen, dass Eltern ihr Kind auch mal außerhalb der regulären  Öffnungszeiten abholen müssen.

Im Zentrum steht auch die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen. Wir sind auf verschiedene Informationen der Eltern zum Wohlbefinden angewiesen (wie hat es geschlafen etc.). Die Zusammenarbeit und die regelmäßigen Absprachen über Schlafrhythmus, Essenrhythmus etc. sind unumgänglich.

 

Ihr Kind vertraut ihnen, und eine positive Einstellung von ihnen als Eltern wird die Eingewöhnung erleichtern.

 

Zusammenfassung:

Der Besuch der Kindertageseinrichtung wird kontinuierlich auf die Dauer der Buchungszeit verlängert. Die Bezugsperson ist jederzeit telefonisch erreichbar. Das Kind kann sich darauf verlassen, dass es zur vereinbarten Zeit abgeholt wird.

Durch unsere Erfahrung empfehlen wir, das Kind in den ersten Wochen nur stundenweise in die Einrichtung zu bringen.

Bei unseren Kindern, die nur zwei oder drei Tage in die Einrichtung kommen, kann sich die Eingewöhnungszeit etwas verlängern. Je nach den Bedürfnissen des Kindes.

Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn das Kind Vertrauen zu einer Erzieherin gefasst hat und sich in seinem neuen Alltag wohl fühlt. Zum Abschluss der Eingewöhnungszeit lädt die Erzieherin die Eltern zum Gespräch ein.

In diesem Gespräch findet ein Austausch über die ersten Wochen des Kindes in der Kindertageseinrichtung statt und es ist ausreichend Zeit, Fragen der Eltern zu beantworten.

Für eine gelungene Eingewöhnung ist es unverzichtbar, getroffene Absprachen einzuhalten.

Damit nicht alle neuen Kinder am gleichen Tag in die Gruppe kommen, gibt es ein gestaffeltes Aufnahmeverfahren. So hat die Erzieherin genügend Zeit für jedes neue Kind.